Das Familienspiel Expedition – Abenteurer, Entdecker, Mythen von Wolfgang Kramer, erschienen bei AMIGO und ist für 2-6 Spieler ab 8 Jahren geeignet.

Spielidee

Zum Ende des Zeitalters der Entdeckungen schlüpfen die Spieler in die Rolle reicher Unterstützer von Expeditionen rund um die Welt, die zum Ziel haben, möglichst viele Orte zu besuchen und damit Informationen für die Wissenschaft zu sammeln. Dabei verfolgt jeder Spieler unterschiedliche Expeditionsziele, wodurch die Routenplanung gemeinsam geführter Expedition zur Herausforderung wird.

Verpackung

Die handliche Verpackung/Spieleschachtel (kleiner A4 Format) fällt positiv auf, da dadurch das Spiel leicht zum auswärtigen Spielen mitgenommen werden kann. Die ansprechende grafische Gestaltung des Titelbildes weckt Interesse, verrät aber noch nichts über das Spielprinzip. Dieses wird auf der Rückseite der Spielschachtel beschrieben.
Die üblichen Angaben über das empfohlene Spieleralter, die Spieleranzahl und die Spieldauer werden angeführt, zusätzlich befindet sich eine Spielkategorisierung auf der Rückseite. Ein mehrmals angebrachter QR-Code führt auf die Website des Spiels.

 

Spielmaterial

Kernstück des Spiels ist ein großer Spielplan mit einer Weltkarte, auf der sämtliche Expeditionsziele abgebildet sind. Jeder Spieler erhält 5 Ortsmarker und je nach Spieleranzahl 8 oder 12 Expeditionskarten. Die ersten 5 Ziele werden mit den Ortsmarkern am Spielplan gekennzeichnet die verbleibenden Expeditionsziele werden vor den anderen Spielern geheim gehalten.

Spielziel

Jeder Spieler versucht nun alle seiner Expeditionsziele durch die Lenkung der drei vorhandenen Expeditionen (Pfeile in gelb, rot und blau) zu erreichen. Dieses Vorhaben wird durch die unterschiedlichen Expeditionsziele und der daraus resultierenden Spielzüge der anderen Spielteilnehmer in seltenen Fällen positiv, in den meisten Fällen negativ beeinflusst.

Spielzug

Ein Spielzug besteht aus dem Anlegen eines Expeditionspfeils und dem Einsatz von bis zu zwei Reisetickets oder dem Erhalt eines Reisetickets mit damit verbundenen Aussetzen.

Gelbe und Blaue Sonderfelder beeinflussen die eigene Strategie und können den Grundzug (Anlegen eines Pfeils an einer beliebigen Expedition) gleich um mehrere Züge erweitern und sollten daher nicht unbeachtet bleiben. Beim Erreichen eines gelben Feldes erhält der Spieler ein zusätzliches Reiseticket, beim Erreichen eines blauen Feldes darf sofort ein weiterer Pfeil angelegt werden. Damit kann auch von einem Spielfeldrand auf den anderen Spielfeldrand gewechselt werden.

Vier zusätzliche Aktionsmöglichkeiten bieten Reisetickets, wobei die häufigste Verwendung in den Testspielen die zusätzliche Anlegemöglichkeit eines Expeditionspfeils war. Weitere Aktionen sind das Entfernen des letzten Expeditionspfeils, das Tauschen einer Expeditionskarte und das nachträgliche Ablegen einer Expeditionskarte.

Als strategischer Tipp kann das Bilden von Schleifen empfohlen werden. Hier darf ein Expeditionspfeil an beliebiger Stelle der Expedition angelegt werden. Daher ist diese Aktion nur einmalig je Expedition und Zug möglich.

Hat ein Spieler alle Expeditionskarten abgelegt, wird die Spielrunde fertig gespielt und danach die Anzahl der abgelegten Karten und der erhaltenen Ortsmarker mit je 1 Punkt gewertet. Nicht abgelegte Karten und Ortsmarker am Spielfeld werden negativ gewertet. Der Spieler mit den meisten Punkten hat gewonnen.

Fazit

Das Spiel ist grafisch ansprechend gestaltet, die Expeditionskarten sind durch die farbliche Zuordnung zu den Kontinenten übersichtlich gestaltet. Die Inhaltliche Beschreibungen der Expeditionsziele auf den Karten sind ausführlich, sind für den Spielablauf aber nicht relevant, da lediglich der Ortsname am Spielplan lokalisiert werden muss, wobei die geografischen Kenntnisse aufgefrischt werden.

Das Spielprinzip ist einfach zu verstehen und wird mit der beiliegenden Spieleanleitung verständlich anhand von Beispielbildern erklärt. Lediglich die Information über den Verbleib des Ortsmarkers bei Tausch einer Expeditionskarte bleibt die Spielanleitung schuldig. Dafür bietet sie eine Expertenvariante für weitere Komplexität die von uns in den Testspielen nicht getestet wurde.

Das Zählsystem der Siegpunkte kann vernachlässigt werden, da der Spieler, der alle Expeditionskarten abgelegt auch die maximale Punktezahl erreicht hat und daher als Sieger feststeht. Die Platzierungen dahinter hatten für uns keine Relevanz.

Aufgrund der kurzen Spieldauer von ca. 30 min. und der geringen Aufbau- und Abbauzeit eignet sich das Spiel gut für zwischendurch (z.B.: wenn die kleinen Familienmitglieder schlafen…). Positiv ist die Spieleranzahl von bis zu 6 Personen und das handliche Format der Spieleschachtel hervorzuheben. Das Spiel zu zweit ist beim Ersteindruck leichter als das Spiel mit mehreren Personen, da mehr Expeditionsrouten als Spieler zur Verfügung stehen. Das Spiel macht Spaß und wird von uns sicher nochmals gespielt.

 

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