Der heutige Ausflugstipp – Wiener Straßenbahnmuseum Remise

Die Erwartungen waren nicht besonders hoch als wir uns entschlossen haben das Wiener Straßenbahnmuseum in der Remise im dritten Bezirk an einem Sonntag Nachmittag zu besuchen. Wenn ich ehrlich bin, haben wir uns ein verstaubtes, langweiliges Museum erwartet, aber da die Kinder verrückt nach Straßenbahnen und Autobusse sind, haben wir uns auf den Weg ins Museum gemacht und waren dann doch äußerst überrascht. Aber jetzt mal ganz von vorne.

Das Wiener Straßenbahnmuseum befindet sich in der alten Remise am Ludwig-Koeßler-PLatz in 1030 Wien. Parkplätze sind auch, oder vor allem an einem Sonntag Nachmittag Mangelware, aber wir haben nach ein paar Runden doch einen gefunden. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Museum deutlich einfacher zu erreichen. Es zahlt sich auch durchaus aus, den Museumsbesuch mit einer realen Straßenbahnfahrt zu verbinden.

Obwohl die Remise ein alter Backsteinbau ist, besticht bereits der modern revitalisierte Eingangsbereich mit angeschlossenem kleinen Shop. Schon jetzt ist einem bewusst, dass das was kommt, weder langweilige, noch verstaubt ist.

Nachdem die Eintrittskarte in Form eines Fahrscheines gelöst ist, begibt man sich in die heiligen Hallen der Remise und findet ein modernes kindgerechtes Museum vor, dass sich nicht vor den großen Wiener Museen verstecken muss – vielmehr können einige von denen vom Wiener Straßenbahnmuseum noch etwas lernen.

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Die Ausstellung selbst beginnt mit den ersten Wiener Straßenbahnen, die noch von Pferden gezogen wurden. Begleitet werden die Exponate mit interessanten (barrierefreien – und somit auch kinderwagentauglichen) Stationen, bei denen die einzelnen Epochen und die damit verbundenen technischen Entwicklungen bei der Straßenbahn erklärt werden. Diese interaktiven Stationen laden zum ausprobieren und mitmachen ein. So kann zB der Unterschied zwischen Wechsel- und Gleichstrom spielerisch erlernt werden, oder die Aufgaben eines Straßenbahnfahrers in den frühe Zeiten der Straßenbahn nachgespielt werden. Höhepunkt ist sicherlich der U-Bahn Simulator mit nahezu Rundumblick, in dem eine moderne U-Bahn realistisch gesteuert werden kann. Nicht nur die Kinder haben dabei ihren Spaß.

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Nach den Straßenbahnen kommt man zu den Autobussen. Hier findet man nicht nur äußerst schöne Ausstellungsstücke wie einen alten Saurer, sondern auch die in Wien leider nicht mehr anzutreffenden Doppelstockbusse. Ein weiterer Highlight ist sicherlich auch jener Autobus, der 1976 beim Reichsbrückeneinsturz in die Donau stürzte.

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Nach den Autobussen kommt noch die Stadtbahn und die U-Bahn. Ein alter Silberblitz ist begehbar und gibt auch zahlreiche Einblicke in die Elektrik.

Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt den öffentlichen Verkehr in anderen Ländern und schließt dies die Ausstellung ab.

Als Fazit kann man nur sagen, dass wir alle von dem Museum und den kindgerechten interaktiven Stationen begeistert waren. Leider war nur die U-Bahn begehbar. Es wäre vor allem für die Kinder durchaus interessant gewesen auch in die eine oder andere Straßenbahn, oder Autobus hineingehen zu können. Vielleicht ist dies aber bei Führungen möglich.

Der bereits zuvor erwähnte kleine Shop im Eingangs-/Ausgangsbereich hat neben Sammlerstücken auch die eine oder andere Geschenkidee und kleine Andenken.

Für weitere Informationen, insbesondere aktuelle Eintrittspreise (April 2016 für Erwachsene: € 8,– und für Kinder bis 15 Jahren: Eintritt frei) und Öffnungszeiten, einfach auf den folgenden Link klicken: Wiener Straßenbahnmuseum – Remise

Überblick der Rezensionen
Familientauglich
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Informativ
Preis-/Leistungsverhältnis
David ist Papa, Jurist, IT-Projektmanager, Kindergärtner, begeisterter Heimwerker und Herausgeber von rockingfamily.at