Das Spiel „Die Baumeister des Colosseum von Klaus-Jürgen Wrede, erschienen bei Schmidt Spiele GmbH ist für 2-4 Spieler ab 10 Jahren geeignet. Für diese Rezension wurde uns das Spiel kostenlos zur Verfügung gestellt.

Spielidee

Die Spieler bauen gemeinsam am Colosseum und erhalten dabei Unterstützung durch den Konsul (weiße Figur) um an die geeigneten Landschaften, Lager und Stallungen zu gelangen, damit die richtigen Baustoffe zur richtigen Zeit zum Colosseum gebracht werden können.

Verpackung

Das Titelbild am Schachteldeckel zeigt das sich in Bau befindliche Colosseum und gibt, gemeinsam mit dem Spieltitel, einen klaren Hinweis auf den Spielinhalt. Die grafische Gestaltung ist ansprechend und detailliert und wird auf sämtlichen Spielelementen konsequent fortgesetzt. Die rückwertige Spielbeschreibung erklärt grob das Spielprinzip und weckt damit Interesse. Ein QR-Code führt zur Website des Spiels, Altersangabe, Spieldauer, Spieleranzahl und eine Spielekategorisierung sind am Schachtelboden angebracht. Das Spiel wird als taktisches Spiel mit mittlerer Schwierigkeit bewertet.

Dies entspricht auch der Erfahrung aus unseren Testspielen, wobei beim ersten Spielversuch die Taktik noch weniger ausgeprägt war.

Spielmaterial

Beim Öffnen der Spieleschachtel viel sofort der Kunststoffeinsatz mit den vorgegebenen Fächern für ALLE! Spielmaterialien positiv auf. Selbst auf die Verwendung der Ausstanzbögen als Unterlage unter dem Kunststoffeinsatz wurde gedacht, obwohl diese geringfügig zu klein sind und daher der Kunststoffeinsatz nicht voll aufsitzt und daher zeitweise Schieflage bekommt.

Soll das Spiel transportiert werden, empfiehlt es sich, die beigelegten Verschlusstaschen für die Ruhmespunkte zu verwenden, denn dieses befinden sich sonst in allen Fächern nur nicht in den dafür vorgesehenen Fächern.

Die Spielmaterialen wirken qualitativ gut ausgearbeitet und dürften daher über eine längere Nutzungszeit verwendbar sein. Die Spielfiguren sind aus Holz und fallen daher positiv auf.

Der kleine Spielplan täuscht, es wird um den Spielplan genügend Platz für das Anlegen der Landschafts-Plättchen benötigt. Die beiliegende Spieleanleitung zeigt in 15 Schritten den genauen Aufbau des Spiels.

Die Bauteile des Colosseums werden im Spielverlauf in die dafür vorgesehene Bodenplatte gesteckt. Die Teile sitzen teilweise locker und kippen daher nach Innen oder Außen, die war aber für das Spielvergnügen nicht störend.

Die Spieleanleitung ist ausführlich und gut bebildert und sämtliche Spielzüge werden beschrieben und sind nach genauem Lesen auch verständlich.

Spielziel

Spielziel ist es, bis zur Fertigstellung des Colosseums die meisten Ruhmespunkte zu sammeln. Dazu gibt es mehrerer Wege, wodurch das Spiel taktische Tiefe bekommt. Nicht immer ist der Bau von Colosseums-Teilen der aussichtsreichste Weg zum Erfolg.

Spielzug

Beim Spielzug wird vom Spieler der Konsul um mindestens ein Feld weiterbewegt. Entsprechend der verfügbaren Bewegungspunkte kann der Spieler seinen Zug um diese Anzahl fortsetzen und durch die Abgabe von Ruhmespunkten zusätzlich verlängern. Die Aktion auf dem Feld, auf dem der Konsul zu stehen kommt, wird ausgeführt und der nächste Spieler ist an der Reihe. Die taktischen Überlegungen betreffen daher die Bewegung des Konsuls, denn ist ein Feld erreicht, sind die durchführbaren Aktion klar definiert. Auf dem Feld A (laut Spieleanleitung) wird das eigene Lager gegen Ablage einer Handkarte erweitert, wodurch zwei zusätzliche Handkarten aufgenommen werden können. Auf Feld B/C kann entweder das anliegende Landschaftsplättchen angenommen oder der verfügbare Bauteil des Colosseums gegen Abgabe der dafür benötigten Handkarten errichtet. Das Feld D kann zur Wertung eines Landschaftsfeldes oder zum Rückversetzen der Bewegungspunkte verwendet werden.

Wird das letzte Teil des Colosseums errichtet, endet das Spiel und die Ruhmespunkte für die Landschaftsplättchen werden verteilt und gewertet. Sieger ist der Spieler mit der höchsten Punkteanzahl.

Fazit

Die am Schachtelboden als leicht beschriebene Anleitung erwies sich beim ersten Spiel als die schwierigste Herausforderung. Die Fülle an Information lies einiges schnell wieder vergessen. Daher beschlossen wir das Spiel nach dem Prinzip „learning by doing“ zu Starten und das erwies sich als eine sehr gute Herangehensweise um das Spiel kennenzulernen. Durch die klar definierten Aktionen je Feld und dem selbsterklärenden Spielplan hatten wir das grundsätzlich einfache Spielprinzip nach den ersten Zügen verstanden. Die Teile des Colosseums wurden der Reihe nach errichtet und nach Bau des letzten Teils folgte das spannende Punktezählen, um den Spielsieger zu ermitteln.

Die Spielzeit von 30 – 45 Minuten bewegt sich für ein Strategiespiel im normalen Bereich. Für Aufbau und Abbau werden zusätzliche Minuten benötigt, dafür hilft das gut durchdachte Ordnungssystem in der Schachtel die vielen Einzelteile zu sortieren.

Da es unterschiedliche Wege gibt Ruhmespunkte zu erlangen, wird das Spielvergnügen über den gesamten Spielverlauf bis zur Zählung der Ruhmespunkte aufrechterhalten. Besonders in weiteren Spielen führten unterschiedliche Strategien der Spieler zu spannenden und knappen Ergebnissen.

Freunden von Strategie- und Aufbauspielen können wir „Die Baumeister des Colloseum“ nur empfehlen.

 

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