Das Spiel „ Golden Horn – Von Venedig nach Konstantinopel “ ist für 2-4 Spieler ab 8 Jahren geeignet und erschien bei Piatnik, Wien.

Spielidee

Die Spieler übernehmen die Rolle venezianischer Kaufmänner im 15. Jahrhundert, die ihre Galeeren und Galeassen aussenden, um mit seltenen Waren zwischen Konstantinopel und Venedig zu handeln. Dabei kann der Wind für eine schnelle Reise genutzt werden, es lauert aber immer die Gefahr vor einem Angriff der Piraten, die es auf die seltenen Waren abgesehen haben.

Verpackung

Das Titelbild des Spiels ist entsprechend der Spielthematik gestaltet und zeigt die Hafeneinfahrt von Konstantinopel und vermittelt dadurch den Spielinhalt. Der Schachtelboden ist nüchtern und schlicht gehalten und zeigt eine Abbildung des Spiels und eine kurze Beschreibung in mehreren Sprachen. Die Altersangabe und die Spieleranzahl werden angeführt, die Spieldauer nicht.

Golden Horn
Verpackung des Spiels

Spielmaterial

Vor dem ersten Spiel werden die 12 Schiffe und die 4 Lagerhäuser aus den vorgestanzten Karton gedrückt und entsprechend Spieleanleitung zusammengeklappt.  Die Startspielerfigur kann vernachlässigt werden. Wappen kennzeichnen die zugehörigen Schiffe und Lagerhäuser. Jeder Spieler erhält ein Schiff mit 3 gleichfarbigen, ein Schiff mit zweifärbigen und ein Schiff mit dreifärbigen Segel.

Golden Horn
Sehr aufwendiges Spielmaterial

Die Spielfläche besteht je nach Spieleranzahl aus bis zu 7 Spielplantableaus (Ausgangshäfen Venedig und Konstantinopel, Zwischenstation Madone und Tableaus mit Seewege.

Entsprechend der einfachen und gut bebilderten Spieleanleitung (in mehreren Sprachen beigelegt) werden die Seewege zwischen den Ausgangshäfen und der Zwischenstation Madone aufgelegt. 90 farbige Holzwürfel in sechs Farben stellen die Waren dar und werden in den beiliegenden Stoffbeutel gegeben. Weiteres Spielzubehör sind Spielkarten, die als Wind- oder Piratenkarte eingesetzt werden können.

Spielziel

Der Spieler mit den meisten Waren und Warensätzen (4 – 6 unterschiedliche Waren) in seinem Lager gewinnt das Spiel.

Spielzug

Der Spielzug besteht aus 2 Aktionen. Die erste Aktion „Piraten schicken“ ist freiwillig. Der eine Ware eines anderen Schiffes stehlen. Dazu spielt er zwei Karten entsprechend der Farbe der Segel des betroffenen Schiffes aus.

Bei der Pflichtaktion wird ein eigenes Schiff bewegt. Die Fahrtrichtung darf dabei nicht geändert werden. Besetzte Felder werden übersprungen, Felder in Farbe des Segels ermöglichen einen weiteren Zug. Die maximale Zuglänge reicht bis zum nächsten Hafen. Madone wird übersprungen, sollte kein Liegeplatz frei sein.

Durch den Einsatz von Windkarten kann der Zug verlängert werden. Dazu wird die Karte in entsprechender Feldfarbe abgelegt. Auch hier gilt das Überspringen besetzter Felder.

Golden Horn
Aufgebautes Spiel

In den Ausgangshäfen liegen 9 zufällig gezogenen Waren auf. Von diesen werden alle Waren einer Farbe in das gewünschte Schiff geladen und auf das erste Feld des Seewegs gezogen. Die Warenfarbe darf nicht den Farben auf den Segeln entsprechen. Erreich ein Schiff den jeweiligen Zielhafen, werden die Waren in das eigene Lagerhaus gelegt. Die entnommen Waren im Ausgangshafen werden durch Ziehen aus dem Stoffbeutel wieder nachgelegt.

Spielkarten werden entsprechend der Segelfarbe beim Erreichen eines Hafens nachgezogen.

Spielende

Das Spiel endet, sobald in einem Hafen alle Waren aufgebraucht sind oder wenn ein Spieler während seines Zuges das Spielende bekannt gibt. Dazu muss er von jeder Ware mindestens ein Stück im Lager haben.  Es wird die Anzahl der Waren mit den Punkten für die Warensätze addiert. Der Spieler mit der höchsten Punkteanzahl gewinnt.

Fazit

Das Spiel wurde von uns mit zwei Spielern und als Spiel zu viert getestet. Das Spiel zu zweit war leicht zu spielen, wurde nicht durch den Spieler, der das Ende ausrief gewonnen und hatte eine angenehme Spieldauer von ca. 30 Minuten. Gerade das überraschende Ende machte den Reiz an einem weiteren Spiel aus.

Golden Horn

Beim Spiel mit vier Spielern endete das Spiel erst nach ca. 1 h. Dies dürfte auch der Grund sein, warum auf der Spieleschachtel keine Spieldauer angeführt ist, da diese stark variiert. Das Spiel zu viert war geprägt durch Blockaden des Zwischenhafens und sehr vieler besetzter Felder und hatte nicht diese Lockerheit wie das Spiel zu zweit.

Möglicherweise bietet das Spiel zu dritt genau die ideale Mischung aus der Leichtigkeit des Spiels zu zweit und der Spieltiefe des Spiels zu viert.

Zu den Spielmaterialien ist positiv zu erwähnen, dass diese komplett ohne Kunststoff auskommen. Beim Kauf empfehlen wir das Spiel nicht in Folie geschweißt zu kaufen, da diese den Geruch vom Spieldruck konserviert und das gesamte Spiel längere Zeit zum auslüften benötigt.

Störend ist, dass die Schiffe und die Lagerhäuser teilweise wieder auseinander fallen und das Spiel teilweise unübersichtlich wird, da sich die Schiffe ähneln und die Segel den Blick auf die mitgeführten Waren verdecken.

Vielleicht können diese Spielmaterialien in einer späteren Neuauflage des Spiels überdacht und optimiert werden.

Das Spiel eignet sich gut für zwei Spieler, bei vier Spielern wird es unübersichtlich und die Spieldauer erhöht sich erheblich.

 

Kaufen und Erweitern

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Hier der Link: „ Golden Horn “*

Interessant ist auch die Erweiterung zum Spiel:

Golden Horn – Dominio da Mar*

 

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Das Spiel „ Golden Horn wurde uns von Piatnik zu Rezensionszwecken kostenlos überlassen.

 

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