WERBUNG

Verbund hat uns das Eco-Home Set kostenlos zur Verfügung gestellt, um Euch in diesem Testbericht darüber berichten zu können. Wir sind daher verpflichtet diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Dieser Testbericht spiegelt aber trotzdem unsere persönliche Meinung wider und ist demnach auch objektiv um Euch den bestmöglichen Eindruck zu vermitteln.

Schon als Kind liebte ich Gadgets – man nannte sie nur damals noch nicht so. Gimmicks traf es da schon eher. Yps habe ich demnach der Micky Mouse bevorzugt. Mit der Zeit ist die Technik in den Vordergrund getreten, aber nach wie vor interessieren mich Dinge, die den Alltag leichter machen, verspielt sind und smart. Um so mehr freue ich mich, dass ich von Verbund das smarte Eco-Home System testen darf.
Da nicht sehr viel Werbung dafür gemacht wird, werden viele gar nicht wissen, dass Verbund ihr eigenes Smarthome System anbietet. Eco-Home ist ein modulares System und besteht aus der Zentraleinheit, die mittels Z-Wave Standard mit den diversen Sensoren und Aktoren kommuniziert. Dazu aber noch später.

INSTALLATION

Die grundsätzliche Installation der Eco-Home Zentrale ist denkbar einfach. Sie wird einfach an Strom und Netzwerk angeschlossen und ist dann hardwaretechnisch betriebsbereit. Es muss dann nur noch ein Eco-Home Account auf der Verbund Webseite angelegt werden und schon können die einzelnen Aktoren und Sensoren angelernt werden. Dazu einfach das jeweilige Gerät auswählen, die jeweils angezeigten Schritte durchführen und das Gerät wird erkannt.

Eco-Home Zentrale

Etwa tricky war da schon die Einbindung des Strommessmoduls. Dieses wird zwar von einem Verbundpartner eingebaut, aber beim ersten Versuch konnte einfach keine Verbindung über Powerline hergestellt werden. Das Verbund Eco-Home Team hat sich aber persönlich und schnell um dieses Problem gekümmert und beim darauf folgenden Termin wurde dann ein neues Modul verbaut und alles funktionierte wie gewünscht.

MODULE

Wir haben einige Module bei uns in Verwendung, die das recht breite Spektrum des Eco-Home gut abdecken. Der kleine Rauchmelder ist nicht nur optisch ansprechend, sondern gibt bei Rauchentwicklung einen lauten Signalton ab. Darüber hinaus wird über die App eine Warnmeldung verschickt, sodass auch bei Abwesenheit rechtzeitig eine Gefahrensituation erkannt werden kann.

Eco-Home Rauchmelder von Fibaro


Schaltaktoren gibt es als Unterputzversion, die hinter dem Lichtschalter in der Unterputzdose installiert werden können. Dadurch, dass der N-Leiter geschalten wird, kann das Licht entweder mittels Lichtschalter, oder eben über das Eco-Home geschalten werden.

Für zb Stehlampen gibt es Schaltsteckdosen, die nebenbei auch noch den Stromverbrauch messen. Der jeweilige Stromverbrauch wird direkt an diesem Zwischenstecker mittels Led Farbring angezeigt von hellem blau bis sattem rot. So kann man schon auf dem ersten Blick Stromfresser eruieren. Der genau Stromverbrauch wird dann in der App angezeigt.


Der Tür-/Fensterkontakt zeigt den jeweiligen Status der Tür oder des Fensters an. So kann zB die Heizung deaktiviert werden, denn das Fenster geöffnet wird, oder es wird ein Alarm ausgelöst, wenn sich die Tür öffnet (dies kann man auch nur für bestimmte Zeitfenster festlegen). Zusätzlich kann an diese Tür-/Fensterkontakte noch ein kleiner 1-Wire Temperatursensor angeschlossen werden. Dadurch erspart man sich einen separaten Temperatursensor im Raum.
Der Überflutungssensor reagiert, wie der Name schon sagt, auf Wasser und ist zB in der Waschküche, oder beim Geschirrspüler gut untergebracht. Auch dieser sendet einen Warnton, bzw. eine Warnmeldung bei Aktivierung.

Eco-Home Überflutungssensor von Fibaro

Dann haben wir auch noch den Multisensor im Einsatz, der einerseits Temperatursensor ist und andererseits Bewegungsmelder mit Erschütterungssensor und Lichtstärkesensor. Mit diesen Werten lässt sich dann doch so einiges auswerten und schalten.

Eco-Home Multisensor von Fibaro

Das Energiemessmodul ermittelt mittels induktiver Messklammern sowohl den aktuellen Stromverbrauch, als auch eine etwaige Einspeisung einer Photovoltaikanlage und speichert die bezughabenden Statistiken.

Wenn man nicht alles mittels App steuern will, kann man auch stylische Fernbedienungen integrieren und mit diesen verschiedene Aktoren schalten oder Szenen abrufen. Die Programmierung erfolgt über die Eco-Home Weboberfläche schnell und einfach.

BEDIENUNG

Die Bedienung erfolgt auf mehrere Arten. Einerseits mit der Eco-Home App, oder der Webanwendung über das Eco-Home Portal, oder aber über spezielle Fernbedienungen, die bestimmte Aktionen schalten können. Das hat sich als die für uns bevorzugte Variante herauskristallisiert, denn es geht viel schneller, wenn nur auf einen Knopf gedrückt werden muss, als dass das Handy gesucht, die App gestartet und dann der gewünschte Zustand aktiviert wird. In vielen Fällen funktioniert aber die Bedienung smart durch zB den Multisensor, dazu im Folgenden.

Eco-Home Fernbedienung

 

ANWENDUNGSBEREICHE

Für wen ist das Eco-Home System nun interessant? Eigentlich für so ziemlich jeden Haushalt und hier im speziellen Fall für Nachrüster, die sich kein teures KNX/EIB oder SPS System leisten wollen. Eco-Home funktioniert hauptsächlich per Funk, weshalb eine Nachrüstung in der Regel kein Problem ist.
Es lassen sich mit Eco-Home diverse Verbraucher schalten, Temperaturen abfragen, Bewegungen und Gefahren erkennen und vieles andere mehr. Dies kann einerseits manuell via App erfolgen, oder aber auch mittels Schalter, die ebenfalls in das System integriert werden können. Ganz smart ist es aber, wenn bestimmte Szenen programmiert werden, die sich je nach Situation automatisch aktivieren.
Interessante Anwendungsbereiche lassen sich mit dem Multisensor verwirklichen. So haben wir unser Treppenlicht zum smarten Nachtlicht umfunktioniert. Ab einer bestimmten Uhrzeit, bzw. alternativ ab Unterschreiten einer gewissen Lichtstärke aktiviert sich die Nachtlichtfunktion. Beim Schlafen gehen schalten wir das Treppenlicht aus und es aktiviert sich dann erst wieder, wenn der Multisensor eine Bewegung wahrnimmt. So muss man nächtens nicht mehr umständlich nach dem Lichtschalter suchen und müssen auch die Kinder nicht mehr im Dunkeln stehen, wenn Sie in der Nacht aufwachen und in unser Bett kommen.

In anderer Anwendungsbereich ist die Schrankbeleuchtung. Beim Öffnen der Kastentür schaltet der Tür-/Fensterkontakt eine Schaltsteckdose und das im Kasten verbaute Licht geht an. Das kann nun für einen bestimmten Zeitraum aktiv bleiben, oder so konfiguriert werden, dass es sich beim Schließen der Türe wieder deaktiviert – äußerst praktisch wenn man in der Nacht etwas im Kasten sucht und keine Festbeleuchtung haben will.
Weiters sind bei uns noch bestimmte Szenen programmiert. So kann die Szene “Fernsehen” mit einem Tastendruck auf die Funkfernbedienung, oder mittels App aktiviert werden und es schalten sich danach bestimmte Lampen ein. Dazu kommt aber in Zukunft noch was viel Besseres :-). Es kann aber auch mittels Multisensor eine Abwesenheitssimulation programmiert werden.
Weiters denkbar ist eine Heizungssteuerung, eine Alarmanlage, eine Steuerung der Rolläden, Integration mittels Binäreingangsmodul, oder auch die Integration von kompatiblen Überwachungskameras.
Diese Möglichkeiten werden in naher Zukunft durch weitere kompatible Sensoren und Aktoren ergänzt.

Äußerst interessant ist die Beobachtung meins persönlichen Energiesparverhaltens, dass sich seit die Integration des Energiemessmoduls zeigt. Ich habe mich eigentlich nie wirklich um den Energieverbrauch bei uns gekümmert, aber jetzt versuche ich immer möglichst viele Verbraucher abzudrehen um einen möglichst geringen Energieverbrauch zu erreichen. Vor alle sieht man so wieviel die Geräte im Stand-by tatsächlich verbrauchen. Das ist in Summe schon eine ganze Menge. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage hat man so immer den Überblick über den verbrauchten und erzeugten Strom.

AMAZON ECHO

Seit kurzem gibt es zu Eco-Home eine wirklich sinnvolle Ergänzung, nämlich die Unterstützung von Amazon Alexa. Die Integration ist denkbar einfach und auch ziemlich rasch erledigt. Dazu muss lediglich der passende Skill auf Amazon Echo installiert werden und Alexa sucht dann automatisch neue Geräte. Dabei werden sämtliche Aktoren, die in Eco-Home bereits verfügbar sind erkannt und es bedarf keiner weiteren Einstellungen um so dann auch mittels Sprachbefehlen Lichter schalten zu können. Es lassen sich dann auch noch kleinere Anpassungen vornehmen um zB mit einem bestimmten Sprachbefehl die Lichter zu schalten. Auch lassen sich in Amazon Echo Gruppen definieren, wodurch es möglich ist zB sämtliche Lichter in einem Zimmer ein- bzw. auszuschalten.

Überrascht war ich tatsächlich von der einfachen Integration, da nach der Installation des Verbund Skills lediglich mit einem Sprachbefehl „Alexa, suche neue Geräte“ die Installation abgeschlossen ist und ein problemloses ein- und ausschalten möglich ist.

Somit wird Smart-Home noch einfacher, denn man erspart sich das Suchen der Fernbedienung oder des Smartphones. Immer wenn man Lichter schalten wollte, konnte man sicher sein, dass sich keines dieser beiden Geräte in Reichweite befand. Mit Amazon Echo ist es wirklich ein Kinderspiel. Das Smart-Home lässt sich somit bequem von der Wohnzimmer-Couch oder zB vom Esstisch steuern. Mittlerweile steuern wir die einzelnen Szenen ausschließlich nur mehr mit Sprache.

PROGRAMMIERUNG

Die Programmierung der Eco-Home funktioniert denkbar einfach über die Eco-Home Webseite, mit der die Zentrale verbunden ist. Mit Auswahlmenüs können die einzelnen Module ausgewählt und die gewünschte Aktion, je nach Schaltzustand zugeordnet werden. Das funktionierte auf Anhieb, ohne Einschulung. Das System ist selbsterklärend.
Wer noch detaillierter programmieren möchte kann dies je nach Modul anhand spezieller Einstellungen tun. Da gibt es zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten, die nahezu keinen Wunsch offen lassen.

WÜNSCHE

Im Grunde ist das Eco-Home ein sehr solides System, dass auch regelmäßig verbessert wird. Wir würden uns jedoch eine etwas ansprechendere App mit einem übersichtlicheren UI wünschen.
Bei den unterstützten Modulen hätte wir gerne Temperatursensoren für außen, bzw. einen Poolsensor. Da könnte man dann zB die Filterdauer von der Wasser-, bzw. Außentemperatur abhängig machen.
Ein Wind- und Regenmesser würde uns dann noch zu Freudensprüngen bringen 🙂

FAZIT

Für alle die ihren Haushalt etwas smarter gestalten und auch noch einen Überblick über den Energieverbrauch haben wollen ist das Eco-Home System von Verbund bestens geeignet. Es müssen keine Kabeln verlegt oder aufwendige Programmierungen durchgeführt werden. Ideal für Nachrüster, Gadget Liebhaber und Energiesparer.

Nähere Infos gibt es hier:

VERBUND ECO – HOME